Jahr der Entstehung: 1997, Grösse der Leinwand: 80x56
Ich vermag meinen Stil nicht zu definieren. Doch ich kann mir erlauben zu sagen, dass ich meine Zeiten habe. Ich sage das gern, das klingt schön. Im Laufe der Zeit habe ich festgestellt, dass ich meinen Bildern eine Geschichte verleihen muss, allerdings Traumbilder und Symbole. Deshalb zum Beispiel auch mein Bild eines Christus, den ich mit Gitarre in die heutige Zeit versetzt habe. Als Rocker und Gitarrist erntet er Bewunderung, lernt aber auch Hass und Neid kennen. In der begeisterten Menge erscheint bereits der Verräter mit einer Schlange, der darüber nachdenkt, wie man Jesus kreuzigen könnte. Bei sakralen Motiven habe ich immer El Greco bewundert. Er hat in seinen Bildern Elemente von für seine Zeit gewagten Farben. So habe ich mir gesagt, mein Jesus auf dem Bild, das ich Bewunderung un Neid genannt habe, sollte vielleicht jene Symbole von El Greco tragen, und über ihm, den Gitarristen, könnten statt der Engel moderne Musiker schweben.